| |  |
| Nachrichtenarchiv 2010 |  | |
Neujahrsgruß vom Hauptvorsitzenden | |
Liebe Nordschleswiger, Das vergangene Jahr war ein hartes Jahr. Ich denke dabei natürlich an die Finanzen. Ich habe öfter betont, dass Geld kein Selbstzweck ist, sondern ein Mittel zur Finanzierung unserer Arbeit in Schulen, Kindergärten, Vereinen, und für unsere kulturelle und soziale Arbeit sowie unsere Zeitung. Aber eben auch ein Mittel, ohne das wir unsere Aufgaben nicht erfüllen können. Vor wenigen Wochen erfuhren wir, dass wir für 2011 von Berlin aus 1 Million Euro weniger zur Verfügung haben werden als 2010. Dabei war die Situation im Herbst noch bedrohlicher, aber in den letzten Wochen des Jahres hat sich noch einiges zu unseren Gunsten bewegt. Ich danke allen, die sich für uns eingesetzt haben, und denen es gelungen ist Schlimmeres abzuwenden und hier und da sogar eine Erhöhung unserer Mittel zu erreichen. Zum einen bekommen wir zusätzliche Mittel aus Kopenhagen, weil man die finanzielle Gleichstellung unserer Schulen mit den öffentlichen Schulen durchführt; das ist ein wichtiger Schritt – prinzipiell wie finanziell. Zum anderen ist es gelungen, die Kürzungen aus Kiel praktisch vom Tisch zu bekommen – auch dafür sind wir dankbar. Aber wir werden nicht umhin kommen, Anfang 2011 Kürzungen unseres Angebotes durchzuführen. Am 18. Januar sind alle eingeladen, im Gymnasium über die 20 Sparvorschläge des Hauptvorstandes zu diskutieren und auch neue Anregungen einzubringen. Wir wissen jetzt noch nicht genau, wie hoch die Summe ist, die wir einsparen müssen, aber wir wissen, dass wir nicht alle Vorschläge umsetzen müssen. Aber ich finde es war und ist richtig, dass wir eine Liste vorlegten, die Wahlmöglichkeit erlaubt und uns auch die Chance gibt, eingesparte Mittel dort einzusetzen, wo wir zukünftig höheren Bedarf sehen. Kürzungen und Kündigen sind immer schmerzvoll, aber die vier Gruppen und der Hauptvorstand haben vor diesem ernsten Hintergrund sehr gute Arbeit geleistet. Ich danke allen Beteiligten insbesondere dafür, dass sie die Interessen der Minderheit als ganzes über die engen Verbandsinteressen gestellt haben. Der Prozess ist jetzt auch noch nicht beendet, denn der Hauptvorstand hat beschlossen weiter zu arbeiten mit den Themen Struktur- und Satzungsänderungen und Bildung.
Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass meine neuen und alten Kollegen von der Delegiertenversammlung so eindeutig ins Amt gewählt wurden beziehungsweise in diesem bestätigt wurden. Das wärmt einem das Herz und stärkt uns nach außen wie nach innen. Nach außen gilt es vor allem in Berlin, eine Zukunftsperspektive zu finden. Ein guter Ausgangspunkt ist das Sonderreffen, das wir im Dezember für Anfang des Jahres in Berlin mit dem Nordschleswig-Gremium/Kieler Kontaktausschuss vereinbart haben. Es ist meine Hoffnung und mein Wunsch für 2011, dass es uns gelingt, eine Grundlage zu finden, auf der sich unsere Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland langfristig und stabil entwickeln können. Die Entwicklung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist ebenfalls eine Herausforderung für alle. Unsere Befürchtung, dass mit dem Wegfall des Amtes Sønderjylland, ein wichtiger Partner für die Region Sønderjylland-Schleswig verschwindet, war leider berechtigt. Die Kommunen haben bisher nur ein begrenztes Interesse an der grenznahen Zusammenarbeit gezeigt. Sicher können die Strukturen weiter optimiert werden, vor allem aber fehlen die finanziellen Mittel, die dieser Arbeit mehr Gewicht geben könnten. Das zeigen unter anderem die positiven Erfahrungen im kulturellen Bereich, wo mit der Kulturbrücke viele gute, kleinere Projekte durchgeführt werden konnten. Daneben ist die Grenzpendlerberatung weiterhin wichtig und löst erfolgreich eine große Aufgabe die den Arbeitsmärkten in Dänemark und Deutschland zu gute kommt. Darüberhinaus fehlen allerdings konkrete Leuchtturmprojekte wie beispielsweise ein deutsch-dänisches Krankenhaus, eine gemeinsame Universität oder ein deutsch-dänischer Bahnhof in der Nähe von Flensburg. Das sind Ideen, die natürlich nicht von einem Tag zum anderen umgesetzt werden können, aber es sind visionäre Projekte, die der Region eine gemeinsame Zukunft geben könnten – und gerade das ist heute nötig. Glücklicherweise haben wir die Bewerbung Sonderburgs für den Titel „Europäische Kulturhauptstadt 2017“. Wir haben von Anfang an die Idee vom SP Stadtratsmitglied und Kulturausschussvorsitzenden Stephan Kleinschmidt unterstützt. Er und Sonderburg haben ganz richtig erkannt, dass die Bewerbung nur eine Chance hat, wenn die Region nördlich und südlich der Grenze einbezogen wird. Mehr davon! – auch das wünsche ich mir für 2011.
Am Ende des Jahres danke ich allen ehren- und hauptamtlichen Mitstreitern für ihren Einsatz – gemeinsam werden wir die Herausforderungen des kommenden Jahres meistern.
Ich wünsche allen ein gutes, neues Jahr!
|
Hinrich Jürgensen |
|
|  | |
 "Den Wessis das Jubeln beibringen" Foto: Thomas Grünholz |
Die Distel in Sankelmark„Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, Die Distel für unsere Neujahrstagung in Sankelmark zu verpflichten“, sagt BDN Generalsekretär Uwe Jessen. Er fügt hinzu, dass das Berliner Kabarett mit seinem Programm „Staatsratsvorsitzende küsst man nicht“ am Freitag, den 14. Januar um 20.00 Uhr auftreten wird. Ausgangspunkt der skurrilen Aufführung ist, dass nicht die DDR der Bundesrepublik, sondern die Bundesrepublik der DDR beigetreten ist. Wer nicht an der Neujahrstagung teilnehmen kann, sich aber den Auftritt der Distel nicht entgehen lassen möchte, kann mit Anmeldung (generalsekretariat@bdn.dk oder 74 62 38 33) und einem Eintritt von 100 Kr. dabei sein.
Regie: Martin Maier-Bode Es spielen: Dagmar Jaeger, Stefan Martin Müller, Michael Nitzel Musikalische Begleitung: Matthias Lauschus, Bernd Wefelmeyer / Tilman Ritter Inhalt: Einheit spiegelverkehrt! Rote Fahnen auf dem Reichstag! Bundesadler bundesweit - abgehängt. Nicht die DDR ist der Bundesrepublik, sondern die Bundesrepublik ist der DDR beigetreten! Der Westen ist immer noch nicht ganz integriert. Ostdeutsche Aufbauhelfer greifen ein. Manches wurde schon erreicht: Die Wahlbeteiligung liegt bei 115,7 Prozent. Der Kölner Dom wurde abgerissen und in Plattenbauweise neu errichtet. Und Dynamo München wird Oberliga-Meister. Doch für die Wiedervereinigungs-Parade am 3. Oktober 2010 soll ein überwältigender Zuschauerjubel organisiert werden. Verantwortlich: ein standfester Funktionär, eine schon reichlich frustrierte Wessi-Genossin und ein klassischer DDR-Lebenskünstler. Und dann stellt sich das Trio vor, damals hätte nicht die Weltspitze-DDR, sondern der schwächelnde Westen „gewonnen“ … Ein dreist verdrehter Blick auf die deutsch-deutsche Geschichte - für West und Ost, Nord und Süd, jung und alt.
|  | |
Dokumentation - BDN Wahldelegiertenversammlung 22. November 2010Die 28-jährige Marit Rüdiger wurde am Montagabend (22. November) von der Delegiertenversammlung zur neuen Vorsitzenden der Schleswigschen Partei gewählt. Sie erhielt bei der Abstimmung 111 von 116 Stimmen (bei 5 ungültigen). Neu gewählt wurde auch Marion Petersen, die mit 114 von 118 Stimmen (3 Enthaltungen, 1 ungültige) zur neuen Vorsitzenden des BDN Kulturausschusses gekürt wurde. Marit Rüdiger und Marion Petersen werden die neuen Ämter zum Jahreswechsel übernehmen. Mit eindeutigem Ergebnis wurde BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen wiedergewählt. Er erhielt 117 von 119 Stimmen. Zum stellvertretenden Hauptvorsitzenden wurde Kurt Seifert mit 111 von 114 Stimmen erneut gewählt. Hinrich Jürgensen sagte in seiner kämpferischen Ansprache unter anderem: „Wir werden weiterhin um jeden Euro und jede Krone aus Berlin, Kiel und Kopenhagen kämpfen und vor allem wollen wir unsere Verbindung zu Deutschland auf eine zukunftssichere Grundlage stellen. Gleichzeitig dürfen wir uns nicht scheuen, unsere eigenen Strukturen und Angebote der Zeit anzupassen.“ Marit Rüdiger kündigte an, dass sie eine „Strukturkommission“ einsetzen wird, um zu untersuchen, ob unsere Partei noch zeitgerecht arbeitet: „Denn, ein Vorsitzwechsel ist eine gute Gelegenheit die Parteiarbeit genau unter die Lupe zu nehmen, kurz gesagt die Schleswigsche Partei muss zum TÜV.“ Marion Petersen betonte, dass „wir alle wissen, dass wir sparen müssen. Nun geht es darum, das Geld, dass zur Verfügung steht, richtig einzusetzen, so dass wir auch in ein paar Jahren noch Menschen innerhalb der Minderheit haben, die gelernt haben Kultur zu machen, Kultur zu unterstützen und/oder einfach nur Kultur zu genießen. Dieses ist mir ein großes Anliegen, denn das kulturelle Potential ist überall in Nordschleswig vorhanden.“ Monika Bucka-Lassen und Gerhard Mammen bedankten sich in ihren Abschiedsreden für viele gute Jahre und gute Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen und dem Sekretariat.
Reden
|
|
|  | |
 von links: Schulrat Claus Diedrichsen, DSSV Vorsitzender Welm Friedrichsen, Ministerin Tina Nedergaard, BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen, Sekretariatsleiter Jan Diedrichsen, Generalsekretär Uwe Jessen. |
Dänische Unterrichtsministerin besucht Schulen der deutschen MinderheitDie dänische Unterrichtsministerin, Tina Nedergaard, wird am 7. Januar 2011 die deutsche Minderheit in Nordschleswig besuchen. „Die Einladung wurde in Verbindung mit unserem Treffen Ende Oktober in Kopenhagen ausgesprochen, und wir freuen uns, dass die Ministerin diese so schnell angenommen hat,“ sagt BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen. Der Vorsitzende des DSSV, Welm Friedrichsen, sieht den Besuch vor allem als Anerkennung der Arbeit in den deutschen Schulen in Nordschleswig. Die Ministerin wird am 7. Januar die Deutsche Privatschule Apenrade und das Deutsche Gymnasium in Apenrade besuchen. Außerdem ist ein Treffen mit Vertretern der deutschen Minderheit geplant.
"Wir geben nicht auf" - BDN Chef enttäuscht aber weiter kampfbereitDer Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger beschäftigte sich auf seiner gestrigen Sitzung (15. November), erneut mit der finanziellen Lage der deutschen Minderheit. BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen: „Wir haben alles versucht, und haben uns in der Endphase auch direkt an die Bundeskanzlerin gewandt.“ Hinrich Jürgensen zeigte sich „tief enttäuscht über die Art und Weise der Kürzung“ des Volksgruppenhaushaltes seitens der Bundesrepublik Deutschland und bedauerte, dass der Stellenwert der deutschen Nordschleswiger anscheinend so niedrig ist. „Es berührt uns besonders, dass man unseren Haushalt in den letzten 13 Jahren – mit Hinweis auf die finanzielle Notlage - wertmäßig um ein Drittel reduziert hat, und dass es dann ohne weiteres möglich ist, über Nacht 3,5 Millionen Euro für die dänischen Schulen in Schleswig-Holstein zu finden,“ erklärte Hinrich Jürgensen. „Wir erkennen an, dass sich viele für uns in Berlin eingesetzt haben, aber das Ergebnis – eine Kürzung um 1 Million Euro – lässt uns befürchten, dass die CDU-FDP Regierung in der Minderheitenpolitik einen Kurs eingeschlagen hat, der uns wenig Perspektiven für die Zukunft bietet,“ so der Hauptvorsitzende. „Wir werden dennoch nicht aufgeben und mit Berlin, Kiel und Kopenhagen weiter um jeden Euro und jede Krone für unsere Arbeit ringen,“ schloss Hinrich Jürgensen, der am 22. November erneut für den Vorsitz des Bundes Deutscher Nordschleswiger kandidiert.
|  | |
Deutsche Minderheit dankbar und enttäuschts.JPG) |  | ”Ich danke allen, die sich in Berlin für uns eingesetzt haben, und Schlimmeres verhindert haben,“ sagt BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen, als Reaktion darauf, dass die Förderung der deutschen Minderheit 2011 im Vergleich zu 2010 nicht wie vorgesehen um 1,5 Millionen Euro, sondern „nur“ um 1 Million Euro gekürzt wird. „Aber ich bin auch tief enttäuscht darüber, dass die Bundesregierung unsere Mittel kürzt und damit den Wert unserer Arbeit nicht richtig anerkennt.“ Er hoffe nicht, dass Deutschland dabei ist, sich aus der Verantwortung für seine Minderheit in Dänemark zurückzuziehen. Jürgensen freut sich darüber, dass es - trotz genereller Sparauflagen - gelungen ist, für die dänische Minderheit eine beträchtliche Summe zu finden: „Wir erwarten aber auch Nachbesserungen für uns, auch um unserer Arbeit eine Perspektive für die kommenden Jahre zu geben.“ Hinrich Jürgensen weist darauf hin, dass als Minimum für die kommenden Jahre ein Ausgleich für Lohn- und Preissteigerungen erreicht werden muss. Die fehlende Million Euro wird bei der deutschen Minderheit leider zu Entlassungen führen. „Die Kürzung trifft uns hart, und wird bei unserer Zeitung, aber auch in den übrigen Verbänden, Einschränkungen bedeuten.“ Jürgensen bedauert, dass die Arbeit der deutschen Nordschleswiger, die sonst als europäisches Modell gelobt wird, nun reduziert werden muss. „Wir werden natürlich unsere Bemühungen um erhöhte Effizienz fortsetzen,“ unterstreicht Hinrich Jürgensen mit Hinweis auf die vier Arbeitsgruppen, die zurzeit die Aktivitäten der deutschen Volksgruppe untersuchen, um festzustellen, wo Kürzungen am wenigsten schmerzvoll durchgeführt werden können. (12. November 2010)
Foto: Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen im Interview
|
|  | |
Freude über finanzielle GleichstellungHinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger, freut sich über die Berücksichtigung der deutschen Minderheit im dänischen Haushaltsgesetz, auf das die Parteien sich am späten Montag Abend (8. November) geeinigt haben. „Mit der Vereinbarung ist der Gleichstellungsgrundsatz für die Schulen der deutschen Minderheit auf finanziellem Gebiet durchgeführt worden,“ so Hinrich Jürgensen. Der Vorsitzende des Deutschen Schul- und Sprachvereins, Welm Friedrichsen, begrüßt die Gleichstellung: „Damit wird auch offiziell anerkannt, das unsere Schulen die öffentlichen Schulen der deutschen Minderheit sind.“
Wörtlich heißt es im Text: "Tyske mindretalsskoler: Regeringen, Dansk Folkeparti og Kristendemokraterne er enige om at øge tilskuddet til de tyske mindretalsskoler, således at der sikres en fuld overholdelse af ligebehandlingsprincippet overfor de tyske mindretalsskoler."
BDN Brief an KanzlerinDer Bund Deutscher Nordschleswiger hat sich am 5. November schriftlich an die Bundeskanzlerin gewandt.
In dem Schreiben appelliert BDN Vorsitzender Hinrich Jürgensen an die Bundeskanzlerin in der Hoffnung, dass sich eine „tragfähige und zukunftssichere Lösung“ bei der Förderung der deutschen Nordschleswiger finden lässt und damit drohende Kürzungen in Höhe von 1,5 Mio. Euro abgewendet werden können.
Weiter heißt es in dem Brief: Die deutschen Nordschleswiger sind Dank der jahrelangen Unterstützung durch die Bundesrepublik Deutschland und das Land Schleswig-Holstein eine lebendige Gemeinschaft und gleichzeitig gut integriert in die dänische Gesellschaft. Zu unserem Selbstverständnis gehören die Pflege eines guten und vertrauensvollen Verhältnisses zur dänischen Mehrheitsbevölkerung und die Funktion als Brückenbauer zwischen Deutschland und Dänemark. Unverzichtbare Grundlage unserer Arbeit sind eigene Schulen und Kindergärten, die teils von dänischer und teils von deutscher Seite gefördert werden. Die Förderung seitens der Bundesrepublik ist seit 1997 praktisch nur überrollt worden. Wir haben das akzeptiert, und als unseren Beitrag in schwierigen finanziellen Zeiten betrachtet. Durch Effektivierungen und Stellenabbau sowie durch steigende Schülerzahlen und dadurch erhöhte Zuschüsse vom dänischen Staat haben wir die Reduktion der bundesdeutschen Mittel teilweise auffangen können. Allerdings in dem Bewusstsein, dass die Schülerzahlen, allein schon aus demographischen Gründen, nicht fortwährend steigen können. In diesem Jahr stagnieren nun die Schülerzahlen und gleichzeitig drohen von Seiten der Bundesrepublik Deutschland weitere Kürzungen, die nur umgesetzt werden könnten, wenn unser Angebot drastisch beschnitten wird. Für uns dreht es sich nicht nur um die aktuellen finanziellen Sorgen bezüglich des Haushaltes für 2011, sondern vor Allem um eine Zukunftsperspektive für unsere Arbeit. Wir fürchten um die Verbindung zu Deutschland und den Fortbestand der historischen und moralischen Verantwortung für die deutsche Volksgruppe in Dänemark.
|  | |
Kürzungen im Schulbereich sind bedrohlich - Gespräch mit Ministerin soll Klarheit schaffen | | Das von der dänische Regierung aufgelegte Haushaltssanierungsgesetz (Genopretningspakken) hat auch Auswirkungen auf die deutsche Minderheit und ihr Schulwesen. Der Plan sieht Kürzungen im Bereich der dänischen Privatschulen vor. Die Schulen des Deutschen Schul- und Sprachvereins (DSSV) sind in Dänemark privatrechtlich organisiert und wären demnach von diesen Kürzungen ebenfalls betroffen. Eine Reduzierung des Blockzuschusses von 4%, wie in dem Regierungsentwurf vorgesehen, würde ein Minus von 3 Millionen Kronen bedeuten, dies ergeben erste Berechnungen des Schulamtes in Apenrade. Die Privatschulen in Dänemark erhalten derzeit noch 75% des Zuschusses einer öffentlichen dänischen Schule. Darüber hinaus erhält das deutsche Schulwesen in Nordschleswig weitere direkte Zuschüsse für den Schulbetrieb. „Wir sind froh darüber, dass im Zuge der Haushaltsverhandlungen für die angedrohten Zuschusskürzungen im Bereich der Schülertransportkosten für unsere Einrichtungen bereits eine Sonderregelung erreicht werden konnte. Das war ein wichtiges Signal. Doch wir haben noch immer keine Lösung für die Kürzung der 4% erzielt - da besteht seitens der dänischen Regierung noch Handlungsbedarf“, erläutert der Vorsitzende des Deutschen Schul- und Sprachvereins (DSSV), Welm Friedrichsen. In Kürze wird ein Gespräch mit der Unterrichtsministerin Tina Nedergaard (V) stattfinden, an dem auch BDN-Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen teilnehmen wird. „Wir fordern natürlich als deutsche Minderheit die tatsächliche Gleichstellung mit der Mehrheit - das gilt nicht zuletzt auch im Schulbereich. Wir haben mit Interesse die sehr deutliche Äußerung von Kim Andersen (Vorsitzender des Sydslesvig-Udvalg für die dänische Minderheit, Venstre) gehört, der sich zum Streit zwischen der dänischen Minderheit und dem Land Schleswig-Holstein geäußert hat, dass Gleichstellung 100% bedeutend und nicht einen Prozent weniger. Das muss natürlich auch für die deutsche Minderheit in Dänemark gelten“, erklärt der BDN-Hauptvorsitzende Jürgensen.
|
|  | |
Tag der deutschen Einheit in Apenrade gefeiert120 Gäste aus Deutschland und Dänemark feierten am Sonntag, den 3. Oktober im Haus Nordschleswig den Tag der Deutschen Einheit. Der Gesandte der deutschen Botschaft, Dr. Johannes Trommer, (Foto) betonte in seiner Ansprache, dass die "Wunden der Teilung verheilt sind, wenn auch Narben bleiben". Honorarkonsul Thomas Bekker, überraschte in seiner Ansprache mit der Übergabe einer persönlichen Spende für den Sozialdienst. BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen freute sich mit Blick auf Deutschland und Dänemark darüber, dass "aus den Nachbarn Freunde geworden sind".
|
Besuch des Expertenkomitees des Europarates Generalsekretär Uwe Jessen, Sekretariasleiter Jan Diedrichsen, Parteisekretär Gösta Toft, Michèle Akip (Sekretariatsleiterin Rahmenkonvention), SP Vorsitzender Gerhard Mammen, Barbara Wilson (Komiteemitglied), Gáspár Biro (Komiteemitglied) |
Die deutsche Minderheit bekam am 8. September im Haus Nordschleswig Besuch vom Expertenkomitee des Europarates anlässlich des dritten dänischen Staatenberichtes zur Umsetzung des Rahmenübereinkommen zum Schutz nationaler Minderheiten.
Die deutsche Minderheit legte den Experten ihre Auffassung in Bezug auf den dänischen Staatenbericht dar, und machte unter anderem auf Defizite in den Bereichen Medien und Verwaltung aufmerksam.
Chef der Kieler Staatskanzlei Dr. Arne Wulff besucht Haus Nordschleswig Der Chef der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein, Staatssekretär Dr. Arne Wulff, besuchte am 1. September die deutsche Minderheit. An den Gesprächen im Haus Nordschleswig nahmen darüber hinaus teil: Stellvertretender Regierungssprecher Rainer Thumann, Büroleiter Kai-Michael Kugler und Minderheiten Referentin Linda Pieper. Bei den Gesprächen ging es unter anderem um die Aktivitäten der deutschen Minderheit und deren Finanzierung. Die Vertreter der Minderheit machten darauf aufmerksam, dass die finanzielle Lage wegen angedrohter Kürzungen vor allem aus Berlin und Kopenhagen sehr angespannt ist und große Einschnitte drohen, falls nicht nachgebessert wird.
Tom Buk-Swienty bei BDN NeujahrstagungTom Buk-Swienty, Verfasser von dem zurzeit in allen dänischen Medien präsenten Buch „Dommedag Als“, wird am 14. Januar 2011 anlässlich der Neujahrstagung des BDN über sein neues Werk berichten. Generalsekretär Uwe Jessen: „Wir freuen uns sehr, dass es gelungen ist, Tom Buk-Swienty erneut für einen Vortrag bei der Neujahrstagung zu gewinnen.“ Er weist darauf hin, dass der Vortrag von Buk-Swienty über die Schlacht bei Düppel bei der diesjährigen Neujahrstagung zu den Höhepunkten der Tagung gehörte. Der Vortrag von Tom Buk-Swienty steht Freitag, 14. Januar 2011 um 14.00 Uhr auf dem Programm, das voraussichtlich Mitte Dezember feststehen wird.
|
Mobile AusstellungDas Generalsekretariat hat insgesamt 12 mobile Displays, sogenannte Rollups, anfertigen lassen. Die 203 x 85 cm großen Rollgardinen enthalten Kurzinformationen über die deutsche Minderheit, eine nordschleswigsche Landschaft (Aquarell von Heike Jacobsen) sowie eine Karte mit den deutschen Einrichtungen in Nordschleswig.
Die Rollups sind im zusammengerollten Zustand sehr kompakt und lassen sich somit leicht transportieren. Sie sind ideell für Ausstellungen und andere Veranstaltungen, und es gibt sie in Deutsch, Dänisch und Englisch.
Die Rollups können im Generalsekretariat kostenlos ausgeliehen werden.
|
Arbeitsgruppen sollen Grundlage für zukünftige Politik der deutschen Minderheit schaffenDer Hauptvorstand des BDN beschloss auf seiner Sitzung am 16. August die Bildung von vier Arbeitsgruppen. Aufgabe der Arbeitsgruppen ist es dem Hauptvorstand Empfehlungen für die zukünftige Gestaltung in den jeweiligen Themenbereichen zu geben. Diese Aufgabe ist angesichts der bedrohlichen Finanzlage noch wichtiger und eiliger geworden. Die Arbeitsgruppen sollen bis Anfang Dezember alternative Empfehlungen zur Beschlussfassung durch den Hauptvorstand ausarbeiten.
Die vier Arbeitsgruppen sind: 1. Medien und Kommunikation (Vorsitzender Hinrich Jürgensen, BDN) 2. Bildung (Vorsitzender Welm Friedrichsen, DSSV) 3. Kultur (Vorsitzende Monika Bucka-Lassen, BDN) 4. Struktur und Administration (Vorsitzender Hinrich Jürgensen, BDN)
Die Arbeitsgruppe Medien und Kommunikation soll sich mit dem ganzen Spektrum der Kommunikation der deutschen Minderheit beschäftigen, sowohl der internen wie der externen, sowohl mit Zeitung wie mit Internet und Öffentlichkeitsarbeit, während die Bildungsgruppe die Bereiche Kinderkrippe, Kindergarten, Schule, Freizeitclub, Schulfreizeitordnung, Nachschule und Gymnasium abdeckt. Die Arbeitsgruppe Kultur ist für die gesamte Kulturarbeit der Volksgruppe zuständig. Schließlich ist die Gruppe Struktur und Administration verantwortlich unter anderem für die Aufgabenverteilung zwischen den Verbänden und weitere organisatorische Fragestellungen. Die Arbeitsgruppen haben jeweils einige Fragen auf den Weg bekommen, sind aber durch diese nicht begrenzt und können für ihre Arbeit Experten hinzuziehen.
Deutscher Tag Auf der Tagesordnung stand außerdem die Planung für den Deutschen Tag. Auf der nächsten Sitzung des Hauptvorstandes soll das Motto der diesjährigen Festveranstaltung festgelegt werden. Vorschläge und Anregungen nimmt Generalsekretär Uwe Jessen entgegen. Als Festredner konnte der langjährige Landtagsdirektor (SH) und jetzige Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei, Dr. Jürgen Schöning, gewonnen werden.
Bischofsbevollmächtigter Magaard zu Gesprächen in NordschleswigDer Bischofsbevollmächtigte im Sprengel Schleswig und Holstein Gothart Magaard (Foto Mitte) führte am 17. August Gespräche mit Vertretern der deutschen Nordschleswiger im Haus Nordschleswig. An dem Gespräch nahmen teil: Kirstin Kristoffersen, die Seniorin der deutschen Pastoren in Nordschleswig sowie BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen und Generalsekretär Uwe Jessen.
BDN Treffen mit Vertretern der GrünenBei einem Treffen mit der Bundestagsabgeordneten Ingrid Nestle (Die Grünen) und dem Landtagsabgeordneten Rasmus Andresen (Die Grünen) am 12. Juni erläuterte BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen die schwierige finanzielle Lage der deutschen Minderheit. „Besondere Sorge machen uns die angedrohten Kürzungen aus Berlin,“ erklärte Hinrich Jürgensen. Die beiden Abgeordneten zeigten Verständnis für die Probleme der deutschen Nordschleswiger und sagten zu, sich in Berlin und Kiel für die Belange der Minderheit einzusetzen.
Foto: Das Treffen fand im Flensburger Wahlkreisbüro der Grünen statt, von BDN Seite nahm außerdem Kommunikationschef Harro Hallmann teil.
|
Keine Kürzung bei der Beförderung von Schülern der deutschen MinderheitDer dänische Staatsminister Lars Løkke Rasmussen hat in einem Schreiben an den Bund Deutscher Nordschleswiger erklärt, dass „Die Regierung und Dansk Folkeparti indes darin übereinstimmen, dass Schüler der deutschen Minderheitenschulen weiterhin Zuschuss zur Deckung der Beförderungskosten erhalten.“ Damit wird die angedrohte Kürzung in Höhe von jährlich 2,5 Mio. Kr. (330.000 €) nicht durchgeführt. Dies geschieht mit dem Hinweis, dass die Schüler der deutschen Minderheit oft besonders weite Schulwege haben. BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen freut sich über die Nachricht. „Es ist sehr positiv, dass die dänische Regierung Verständnis für die besondere Situation der deutschen Minderheit zeigt. Dies ist ein gutes Signal, und hoffentlich der erste Schritt, um weitere Kürzungen abwenden zu können.“
Wahlen 2010: Kandidatenvorschläge bis 1. OktoberAuf der BDN Wahldelegiertenversammlung am 22. November werden satzungsgemäß der/die Hauptvorsitzende, sein/ihr Stellvertreter, der/die Vorsitzende des Kulturausschusses und der/die Vorsitzende der Schleswigschen Partei gewählt. Hinrich Jürgensen teilte mit, dass Monika Bucka-Lassen und Gerhard Mammen für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung stehen, Kurt Seifert und er selbst wieder kandidieren werden. Der Hauptvorstand hat beschlossen, dass bis zum 1. Oktober Vorschläge für Kandidaten für alle vier Ämter beim Generalsekretär eingereicht werden können.
Kürzungen von allen Seiten | | „Die deutsche Minderheit in Dänemark steht in der schlimmsten finanziellen Krise seit Gedenken,“ heißt es in einem Schreiben des BDN Hauptvorsitzenden Hinrich Jürgensen (Foto), an zentrale politische Akteure in Berlin und Kiel. Weiter schreibt der Hauptvorsitzende: „Angedrohte Kürzungen von bundesdeutscher, schleswig-holsteinischer und dänischer Seite summieren sich für 2011 auf mehr als 2 Mio. Euro, die bis 2014 auf mehr als 2,5 Mio. Euro ansteigen würden. Eine Umsetzung der Kürzungen würde den Wegfall von 40 – 50 Stellen bedeuten. Hinzu kommen Kürzungen aus Schleswig-Holstein unter anderem im Kulturbereich und der Wegfall von Förderungen in anderen, zentralen Bereichen. Die Überrollung und die angekündigten Kürzungen würden dazu führen, dass sich die in Dänemark kritisch betrachtete Schieflage bei der Finanzierung der Minderheiten weiter zu Ungunsten der deutschen Seite verschiebt. Hinzu kommen angedrohte Kürzungen von dänischer Seite, die global alle privaten Schulen, aber eben auch die Einrichtungen der deutschen Minderheit treffen. Diese Kürzungen belaufen sich für 2011 auf mehr als 400.000 Euro und steigen bis 2014 auf fast 750.000 Euro.“ Abschließend appelliert Hinrich Jürgensen an alle, die bundesdeutschen Kürzungen nicht durchzuführen und diesen „Rückzug auf Raten aus der politischen Verantwortung für die deutsche Volksgruppe zu stoppen“. Hauptvorstand beschließt Sperre Auf Grund der ernsten finanziellen Lage, hat der Hauptvorstand des BDN auf seiner Sitzung am 21. Juni eine Sperre von 1 Mio. Kronen beschlossen. Diese wird anteilig wie folgt auf die Verbände verteilt:
|
BDN Sozialdienst Nordschleswiger DSSV Jugendverband NRV Büchereien Nachschule Sporthalle Übrige Insgesamt:
| | 128.864 60.596 236.620 328.662 100.340 12.729 95.284 20.951 5.870 10.084 1.000.000
|
BDN Stellungnahme zur europäischen Sprachencharta |  | Der Bund Deutscher Nordschleswiger hat eine Stellungnahme in Verbindung mit dem dritten dänischen Staatenbericht zur Umsetzung der Sprachencharta abgegeben. Staatenbericht, Stellungnahme und der Besuch einer Expertengruppe vor Ort sind Teil des Überwachungsprozesses des Europarates in Straßburg bezüglich der Sprachencharta. Die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen stellt Deutsch in Nordschleswig unter besonderen Schutz.
Wichtigste Forderung der deutschen Minderheit ist die Erweiterung des Anwendungsbereichs der Sprachencharta, auf die wichtige, kommunale Ebene. "Die jetzigen Regeln gelten nur für den staatlichen Bereich und nicht für die Kommunen, die in Dänemark für fast alle öffentlichen Serviceleistungen verantwortlich sind - das macht keinen Sinn," stellt der Leiter des Sekretariats der deutschen Minderheit in Kopenhagen, Jan Diedrichsen, fest.
Darüber hinaus fordert die deutsche Volksgruppe in der Stellungnahme unter anderem: - eine Sprachpolitik für Deutsch als Minderheitensprache, - Verbesserung der Möglichkeit die deutsche Sprache gegenüber den öffentlichen Verwaltungen und kommunalen und staatlichen Einrichtungen nutzen zu können, - bessere Berücksichtigung der deutschen Sprache auf den Internet-Seiten staatlicher, regionaler und kommunaler Behörden, - eine gezielte Informationskampagne und Analyse / Gutachten über die Verpflichtungen und Bestimmungen der Charta.
|
Monika Fahl verabschiedetNach 24 Dienstjahren wurde Monika Fahl verabschiedet |
Monika Fahl wurde am 17. Juni im Haus Nordschleswig im Kreis von Familie, Freunden und jetzigen sowie ehemaligen Kollegen verabschiedet. Die 60-jährige Tinglefferin arbeitete seit 1986 für die Deutsche Selbsthilfe Nordschleswig im Deutschen Generalsekretariat.
Die deutsche Minderheit fordert dänischen Minister auf Kontaktausschuss einzuberufenDie Arbeit der deutschen Minderheit in Nordschleswig wird durch Sparmaßnahmen von deutscher wie dänischer Seite grundlegend bedroht. Vor dem Hintergrund hat der Vorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen, in einem Schreiben an Innen- und Gesundheitsminister Bertel Haarder um eine Sondersitzung des Kontaktausschusses gebeten. Der Minister ist Vorsitzende des Gremiums, dem auch Mitglieder aller Fraktionen des dänischen Parlaments sowie Vertreter der deutschen Volksgruppe angehören, und das sich laufend mit den Belangen der deutschen Minderheit beschäftigt. Hinrich Jürgensen bittet den Minister in dem Schreiben den Ausschuss noch vor den Sommerferien des Parlaments Anfang Juli 2010 einzuberufen.
BDN Führungsteam bereit für zweite RundeDas Führungsteam des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen und sein Vertreter Kurt Seifert, sind bereit, erneut für eine vierjährige Periode zu kandidieren. Am 22. November findet die Wahldelegiertenversammlung des BDN statt, wo außer dem Hauptvorsitzenden und seinem Vertreter auch die Vorsitzenden von Schleswigscher Partei und dem Kulturausschuss gewählt werden. Für diese beiden Ämter haben die Inhaber, Gerhard Mammen und Monika Bucka-Lassen, mitgeteilt, dass sie nicht wieder zur Verfügung stehen. Der BDN Hauptvorstand wird sich auf seiner Sitzung am Montag (21. Juni) mit der Wahldelegiertenversammlung beschäftigen.
Nordschleswig-Broschüre in neuer AusgabeDie vergriffene Nordschleswig-Broschüre mit Informationen über die Aktivitäten der deutschen Nordschleswiger ist in einer neuen Ausgabe in 3.000 Exemplaren erschienen. Die neue Ausgabe ist im Text überarbeitet worden und auch Fotos und die Karte sind aktualisiert worden So enthält die neue Broschüre beispielsweise einen Bericht über das gute Abschneiden der Schleswigschen Partei bei der Kommunalwahl sowie ein Foto vom Besuch des Kronprinzenpaares. Die Broschüre ist unter anderem im Haus Nordschleswig erhältlich.
|
|
|
Deutsch-dänische Politikerdelegation im Haus NordschleswigEine deutsch-dänische Delegation von Politikern der Grünen und SF aus dem Europaparlament, dem dänischen Folketing und dem Kieler Landesparlament informierte sich am 17. September im Haus Nordschleswig über die deutsche Minderheit und die Lage im Grenzland. Inhalt der Gespräche waren unter anderem die finanzielle Lage, die Probleme der Grenzpendler und die grenzüberschreitenden Beziehungen. Vor dem Besuch waren die Politker im Deutschen Gymnasium in Apenrade, wo ihnen ein Schülerprojekt im Energiebereich vorgestellt wurde.
Rasmus Andresen, MdL, Die Grünen; Jesper Petersen, MF, Folketinget, SF; Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender, BDN; Jan Philip Albrecht, MEP, Die Grünen; Kurt Seifert, stellv. Hauptvorsitzender, BDN; Emilie Turunen, MEP, SF; Gerhard Mammen, Vorsitzender |
Neue Buchhalterin im Deutschen Generalsekretariat | 
| Am 1. Juni tritt Anja Eggert (Foto) ihre Stellung als Buchhalterin im Deutschen Generalsekretariat an. Die 41-jährige kommt von einer Stellung beim Nordschleswiger, wo sie seit 2006 als Buchhalterassistentin gearbeitet hat. Davor war Sie 15 Jahre lang beim Landwirtschaftlichen Hauptverein für Nordschleswig angestellt. Anja Eggert ist verheiratet mit Henrik Eggert. Die beiden haben zwei Kinder im Alter von 11 und 14 Jahren. In ihrer Freizeit spielt sie unter anderem Handball beim MTV Apenrade. Anja Eggert tritt die Nachfolge von Uschi Sass an, die im Herbst in den Ruhestand treten wird. Auch für Monika Fahl, die ebenfalls in Kürze in Pension geht, wird ein(e) Nachfolger(in) gesucht.
|
BDN beim Schleswig-Holstein Tag in Rendsburg | |
Vom 4. bis 6. Juni 2010 präsentieren sich in der Kreisstadt zwischen Eider und Nord-Ostsee-Kanal rund 200 Vereine, Verbände, Initiativen und Institutionen aus dem ganzen Land beim 23. Schleswig-Holstein-Tag. Eine eigens errichtete Feststadt aus über 150 weißen Pagodenzelten spannt einen weiten Boden rund um die Themen Bildung und Kultur, Sport und Freizeit, Landwirtschaft und Umwelt, Politik und Gesellschaft, Küste und Meer, Gesundheit und Soziales, Hilfe und Rettung sowie Religion und Kirche. Die acht Themenmeilen verbinden den neuen Obereiderhafen mit dem historischen Teil der Stadt und stehen für den Facettenreichtum ehrenamtlichen Engagements im Land. Neben Festumzügen und zahlreichen Mitmachaktionen wird auf mehreren Bühnen ein schillerndes Showprogramm geboten. Der Schleswig-Holstein Tag hat sich in den vergangenen Jahrzehnten neben der Kieler Woche zur landesweit größten Veranstaltung entwickelt hat. Natürlich ist die deutsche Volksgruppe auch vertreten; mit Informationsausstellung und –material sowie einem Quiz über Nordschleswig. Das BDN Zelt findet man gleich zu Anfang der Meile Politik und Gesellschaft. Am Sonntag, dem 6. Juni um 12.20 Uhr spielt das Blasorchester des Jugendverbandes auf der Stadtwerke Bühne. Weitere Informationen: www.shtag.de, Programme liegen in den deutschen Büchereien in Nordschleswig aus. |
|  | |
BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen spricht klare Worte zum Thema FinanzenBDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen am Rednerpult im Plenarsaal in Kiel. |
Im Rahmen eines parlamentarischen Abends im Landeshaus in Kiel sprach BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen am 18. Mai klare Worte zum Thema Finanzen: "Unser Hauptproblem liegt dabei in Berlin, da unsere Bundesmittel nunmehr seit 13 Jahren praktisch nur überrollt werden. Dieser fehlende Ausgleich für normale Lohn- und Preissteigerungen hat zu einem Verfall des Wertes um ein Drittel geführt. Würde die Bundesrepublik sich anteilig an diesen Kosten beteiligen, wären das etwa 200.000 Euro jährlich – wohl gemerkt Jahr für Jahr. Mit anderen Worten bekommen wir heute jedes Jahr 2,5 Millionen Euro zu wenig." Er forderte von Berlin und Kiel Planungssicherheit und einen automatischen und kontinuierlichen Ausgleich für Lohn- und Preissteigerungen.
Auf die Rede des BDN Hauptvorsitzenden folgte ein Ausschnitt aus dem Musical "Ausgetickt - die Stunde der Uhren" vorgetragen von Schülern der deutschen Schule in Sonderburg unter Leitung von Marion Petersen und Klavierbegleitung von Frank Laue.
Auch die dänische Minderheit, die friesische Volksgruppe, die Sinti und Roma und die europäische Minderheitenorganisation FUEV stellten sich mit Rede- und Kulturbeiträgen vor.
|  | |
Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen sprach ausführlich zum Thema Finanzen |
Delegiertenversammlung, 4. Mai 2010Die Delegiertenversammlung des Bundes Deutscher Nordschleswiger tagte am Abend des 4. Mai in Tingleff. Auf der Tagesordnung standen die Jahresberichte und die Verabschiedung einer neuen Sprachpolitik. Dominierendes Thema waren auch in diesem Jahr die Finanzen der deutschen Minderheit.
Finanzen Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen (Foto stehend) wies in seiner Ansprache an die Delegierten darauf hin, dass die finanzielle Lage sehr ernst ist. Zum fehlenden Ausgleich an die Lohn- und Preissteigerungen der Mittel aus der Bundesrepublik kommen nun noch angedrohte Kürzungen aus Schleswig-Holstein noch für das laufende Jahr. Weiter führte er aus: „Wir wissen auch, dass die Defizite in Deutschland nicht weiter steigen können, aber: wir haben gespart und wir haben unseren Beitrag geleistet. Es ist keine unverschämte Forderung, wenn wir jetzt sagen: wir können so nicht mehr weitermachen. Wir brauchen Planungssicherheit und damit einen automatischen Ausgleich für Lohn- und Preissteigerungen.“ Er wies auch darauf hin, dass die ökonomische Balance im Grenzland seit langem nicht mehr gegeben ist und das offizielle dänische Berichte feststellen, dass Dänemark mittlerweile fast 70 Prozent der Gesamtzuschüsse für beide Minderheiten im Grenzland zahlt. Hinrich Jürgensen kündigte an, dass er am 6. Mai nach Berlin fahren wird, um vor Ort Gespräche mit den Verantwortlichen zu führen: „Wir vertrauen darauf, dass Kiel und Berlin Verständnis für unsere Lage zeigen werden.“ Abschließend informierte er über das Ende Mai stattfindende Seminar: „Wir treffen uns mit den um die Geschäftsführer der Verbände erweiterten Hauptvorstand auf dem Knivsberg, um über die langfristige Entwicklung der Minderheit zu sprechen. Dabei geht es darum, wie wir die Zukunft der Minderheit sehen und darum, Prioritäten zu setzen und auch mit neuem Blick auf unserer Strukturen, Verbände und Einrichtungen zu blicken.“
Große Mehrheit für Sprachpolitik Die Delegiertenversammlung des BDN verabschiedete am 4. Mai mit 107 Jastimmen bei 3 Neinstimmen und 1 Enthaltung die neuen Sprachpolitischen Zielsetzungen der deutschen Minderheit. Das Papier enthält eine Reihe von Forderungen und Wünschen in Bezug auf die Stärkung der deutschen Sprache, unter anderem: - Berücksichtigung der deutschen Sprache auf den Internetseiten staatlicher, regionaler und kommunaler Stellen. - Generelle Möglichkeit zur Vorlage von relevanten Dokumenten auf Deutsch gegenüber der öffentlichen Verwaltung und den Gerichten. - Verbesserung und Ausbau der zweisprachigen Beschilderung, unter anderem auch Aufstellung von zweisprachigen Ortstafeln in den vier großen Städten. -Verbesserung der deutschsprachigen Informationen und Formulare in den Bereichen Steuern und Soziales. - Bereitstellung von Mitteln für die Finanzierung von Sprachprojekten in der Grenzregion.
|
|
|  | |
 Kontaktausschusssitzung in Kopenhagen, 3. Mai 2010 Foto: Bettina Vestergaard. |
Kontaktausschuss unter neuer, erfahrener LeitungAm Montag, den 3. Mai traf sich der Kontaktausschuss in Kopenhagen, um über aktuelle minderheitenpolitische Themen zu beraten. Dabei ging es auch um die Finanzen der deutschen Volksgruppe.
Die Sitzung fand unter Leitung des neuernannten Innenministers Bertel Haarder statt, dem BDN Hauptvorsitzender zum neuen Amt gratulierte: "Wir freuen uns ganz besonders über einen Minister der das Gebiet - inhaltlich wie geographisch - wie seine eigene Westentasche kennt."
Teilnehmer: Sekretariatsleiter, Jan Diedrichsen, Generalsekretär Uwe Jessen, Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen, Gerhard Mammen, Schulrat Claus Diedrichsen, Mitglied des Folketings (MF) Peter Christensen, rechte Tischseite: MF Søren Krarup, MF Jesper Petersen, Mads Kirkegaard, Pernille Christensen beide Innenministerium, Minister Bertel Haarder, MF Bente Dahl und MF Jørgen Poulsen, sowie MF Lise von Seelen (verdeckt) und Henrik Tauber, Unterrichtsministerium (verdeckt).
BDN unterstützt das LandestheaterDie Vorsitzende des Kulturausschusses des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Monika Bucka-Lassen, hat sich in einem Schreiben an Ministerpräsident Peter Harry Carstensen für das Schleswig-Holsteinische Landestheater eingesetzt. In dem Schreiben heißt es unter anderem: „Für die deutschen Nordschleswiger ist das Landestheater schon immer ein wichtiger Vermittler deutscher Kultur gewesen. Der Standort Flensburg ist für uns Brücke zur deutschen Kultur, genau wie die Vielfalt der Darbietungen in Inhalt und Form uns an aktuellen kulturellen Entwicklungen in Deutschland teilhaben lässt.“ Das Schreiben schließt mit der Aufforderung, bei der Beratung über die zukünftige Förderung des Landestheaters auch die Interessen der deutschen Volksgruppe in Nordschleswig zu berücksichtigen.
Die Künstlerin (links) und die Kulturausschussvorsitzende Monika Bucka-Lassen |
Ölgemälde für KöniginDie deutsche Minderheit gratuliert Ihrer Majestät Königin Margrethe II zum 70. Geburtstag am 16. April 2010. Als Geschenk wird ein Ölgemälde von Anne-Christel Bieling überreicht.
Foto: Anne-Christel Bieling mit dem Gemälde ”Flow 7” (60 x 60 cm).
Weitere Informationen: www.acb-kunst.dk
Kulturminister Per Stig Møller besuchte die deutsche Minderheit am 27. März
(270310) Kulturminister Per Stig Møller besuchte am Sonnabend, 27. März die deutsche Minderheit im ”Haus Nordschleswig” in Apenrade.
BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen drückte seine Freude darüber aus, dass der neue Kulturminister so kurz nach seinem Antritt Zeit für einen Besuch gefunden hat.
Der Minister betonte die Bedeutung der Bonn-Kopenhagener Erklärungen als minderheitenpolitisches Modell.
Minderheit im RadioFreitag, den 19. März, stand das Thema Minderheit auf dem Programm von P1.
Steen Bille vom „Kulturkontor“ hatte dazu unter anderem Generalsekretär Uwe Jessen ins Studio eingeladen.
|
|
|
Delegiertenversammlungen mit Sprachpolitik und WahlenDer Hauptvorstand des Bundes Deutscher Nordschleswiger beschäftigte sich auf seiner Sitzung am Montag, den 15. März unter anderem mit der Planung der kommenden Delegiertenversammlungen. Die ordentliche Delegiertenversammlung findet am 4. Mai in Tingleff statt.
Am 4. Mai wird auch über eine Sprachpolitik für die deutsche Volksgruppe beraten werden. Der Vorschlag des Hauptvorstandes enthält eine Reihe von Forderungen und Wünschen, unter anderem: Berücksichtigung der deutschen Sprache auf den Internetseiten staatlicher, regionaler und kommunaler Stellen. Generelle Möglichkeit zur Vorlage von relevanten Dokumenten auf Deutsch gegenüber der öffentlichen Verwaltung und den Gerichten. Langfristige, finanzielle Sicherung der Einrichtungen und Aktivitäten der deutschen Volksgruppe von deutscher und dänischer Seite, unter anderem auch für die Produktion von Radionachrichten und Fernsehsendungen. Regelmäßige deutschsprachige Sendungen und Musikbeiträge im öffentlich-rechtlichen Radio und Fernsehen. Verbesserung und Ausbau der zweisprachigen Beschilderung, unter anderem auch Aufstellung von zweisprachigen Ortstafeln in den vier großen Städten. Systematische Bestandsaufnahme und Sichtbarmachung der Sprachkompetenzen der Mitarbeiter in öffentlichen Behörden und Einrichtungen. Verbesserung der deutschsprachigen Informationen und Formulare in den Bereichen Steuern und Soziales. Bereitstellung von Mitteln für die Finanzierung von Sprachprojekten in der Grenzregion. Früherer und besserer Deutschunterricht an den öffentlichen, dänischen Schulen, sowie weitere Verbesserung der Lehrerausbildung im Fach Deutsch und Erweiterung des Angebotes von Deutschunterricht an Gymnasien, technischen Schulen etc.
Des Weiteren wurde die Wahldelegiertenversammlung wegen Terminüberschneidungen auf Montag, den 22. November verlegt. Satzungs-gemäß finden auf der Wahldelegiertenversammlung die Wahlen des Hauptvorsitzenden, stellvertretenen Hauptvorsitzenden, Vorsitzenden des Kulturausschusses und Vorsitzenden der Schleswigschen Partei statt.
Der Hauptvorstand beschloss ebenfalls die Durchführung einer Strategietagung Ende Mai, auf der grundlegend die zukünftige Arbeit der deutschen Volksgruppe besprochen werden soll.
Darüber hinaus wurden Personen für eine Reihe von Posten nominiert: Für das Wachstumsforum der Region Syddanmark Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen und Susanne Jagusch, für die Regionalversammlung der Region Sønderjylland-Schleswig Hinrich Jürgensen und als Vertreter Kurt Seifert (stellvertretener Hauptvorsitzender) und für den Ausschuss Sprache, Kultur und Zusammenarbeit der Region Sønderjylland-Schleswig Generalsekretär und Stadtratsmit-glied Uwe Jessen.
Bildungsausschuss zu Gast in NordschleswigDer Bildungsausschuss des Schleswig-Holsteinischen Landtags war am 11. März zu Gast in Nordschleswig. |
Die Abgeordneten besuchten unter anderem die Deutsche Nachschule in Tingleff und das Deutsche Gymnasium in Apenrade. Außerdem berichtete Schulrat Claus Diedrichsen vom Deutschen Schul- und Sprachverein über die Arbeit der Schulen der deutschen Minderheit in Nordschleswig.
Besuch aus GeorgienDie Gruppe aus Georgien, in der Mitte die Delegationsleiterin Elene Tevdoradze und SP Vorsitzender Gerhard Mammen. |
Im Rahmen einer Studienreise ins deutsch-dänische Grenzland besuchte eine Regierungsdelegation aus Georgienam 9. März auch die deutsche Minderheit im Haus Nordschleswig. Unter Leitung der Vizeministerin Elene Tevdoradze wurden Informationen über Minderheitenregelungen ausgetauscht.
BDN Grüße an neue MinisterIm Namen der deutschen Minderheit haben BDN Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen, Generalsekretär Uwe Jessen und der Leiter des Kopenhagener Sekretariats, Jan Diedrichsen, am 23. Februar den neuen dänischen Ministern H.C. Schmidt (Verkehr), Per Stig Møller (Kultur) und Bertel Haarder (Inneres und Gesundheit) zu ihren neuen Posten gratuliert.
Gegenüber H.C. Schmidt wurde die Bedeutung des Postens für die Zukunft Nordschleswigs unterstrichen, während mit dem Gruß an den neuen Kulturminister auch eine Einladung verbunden wurde, um dem neuen Minister die kulturelle Arbeit der Volksgruppe zu zeigen.
Mit Sicherheit werden die BDN Vertreter in Zukunft mit Bertel Haarder zusammentreffen, der als Innenminister automatisch den Vorsitz des Kopenhagener Kontaktausschusses übernimmt.
Ein Dank ging auch an die zukünftige Umweltministerin Karen Ellemann und die scheidende Ministerin Eva Kjer Hansen für die gute Zusammenarbeit
BDN Treffen mit Bundespräsident Horst Köhler in Kopenhagen | | Am 16. Februar traf eine Delegation des Bundes Deutscher Nordschleswiger mit Bundespräsident Horst Köhler zusammen. Köhler eröffnete in Kopenhagen gemeinsam mit Königin Margrethe und dem sächsischen Ministerpräsidenten Tillich eine Ausstellung, und traf sich im nachhinein in der Residenz des deutschen Botschafters mit Vertretern der deutschen Minderheit in Nordschleswig.
Bei dem Gespräch wurden unter anderem Themen wie die Einwirkungen der dänischen Kommunalreform auf die politische Arbeit der Minderheit, die Bedeutung der deutschen Sprache, die Minderheit als Brückenbauer zwischen Deutschland und Dänemark und die finanzielle Situation der deutschen Minderheit erörtert. Der Hauptvorsitzende Hinrich Jürgensen lud den Bundespräsidenten zu einem offiziellen Besuch in Nordschleswig ein.
Foto: von rechts: Sekretariatsleiter Jan Diedrichsen, Minderheitenbeauftragten Dr. Johannes Trommer, Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen, Bundespräsident Horst Köhler, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Chef-redakteur Siegfried Matlok, Generalsekretär Uwe Jes-sen (Foto Hasse Ferrold).
|
|  | |
Nachruf: Trauer um Klaus Wittmann | | Die deutsche Volksgruppe in Nordschleswig trauert um den Vorsitzenden des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig, Klaus Wittmann, der im Alter von nur 50 Jahren am 3. Februar nach schwerer Krankheit verstorben ist.
Neben seinem Beruf als Lehrer an der Deutschen Schule Tingleff war er über viele Jahre Leiter der Blaskapelle des Jugendverbandes. Darüber hinaus war er seit der Gründung des Kabaretts Heimatmuseum als Musiker dabei. Klaus Wittmann wurde 2003 zum Vorsitzenden des Deutschen Jugendverbandes gewählt und vertrat diesen bis zu seinem frühen Tod im BDN Hauptvorstand. Wichtig waren ihm auch die Kontakte zu Schleswig-Holstein, die er intensiv gepflegt hat. 2005 wurde er als Vertreter der Volksgruppe in das Gremium für Fragen der deutschen Minderheit beim Schleswig-Holsteinischen Landtag (Kieler Kontaktausschuss) gewählt.
Mit dem Tod von Klaus – wir Freunde nannten ihn nur Kaue - verliere ich nicht nur einen guten Mitstreiter, sondern vor allem einen guten Freund. Kaue und ich kannten uns schon aus gemeinsamen Zeiten im Jugendblasorchester. Auf Kaue konnte man sich verlassen. Er hat immer gesagt, was er gemeint hat und durch seine gemütliche, humorvolle und aufrechte Art war er bei Jung und Alt beliebt.
Kaue gehörte zu denen, die nicht nur in den Vorständen harte Arbeit leisten, sonder er wollte auch immer selbst mit anpacken. So war er nicht nur Leiter der Blaskapelle sondern auf verschiedenen Instrumenten auch immer ein aktives Mitglied.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.
Der Bund Deutscher Nordschleswiger wird das Andenken von Klaus Wittmann in hohen Ehren halten.
Hinrich Jürgensen Hauptvorsitzender
|
|  | |
Hauptvorstand unterstützt Renovierungsmaßnahmen an Schulen und Kindergärten |  | Der Hauptvorstand des BDN verabschiedete auf seiner Sitzung am 18. Januar unter anderem die Investitionsplanung für 2010 und 2011.
2010 fließt ein großer Teil der Mittel, die von der Bundesrepublik und dem Land Schleswig Holstein jährlich zur Verfügung gestellt werden, in den begonnen Um- und Anbau an der Deutschen Nachschule Tingleff. Ein weiteres großes Projekt für 2010 und 2011 ist die Erneuerung des Daches der Deutschen Schule Lunden. Insbesondere die Renovierung der Dächer in Kindergärten und Schulen hat hohe Priorität bekommen. So werden für die folgenden Einrichtungen Mittel für die Dacherneuerung bereitgestellt: die Schulen in Osterhoist, Apenrade und Lügumkloster sowie die Kindergärten in Jeising und Bülderup. Darüber hinaus werden weitere Renovierungsarbeiten an den Schulen in Sonderburg, Apenrade, Tingleff und Gravenstein gefördert.
Der Hauptvorstand beschloss darüber hinaus, die ordinäre Delegiertenversammlung auf den 4. Mai zu verschieben, weil es bis zum vorgesehen Termin am 20. April kaum möglich gewesen wäre, die Finanzübersicht für 2009 zu erstellen.
Die alle vier Jahre stattfindende Wahldelegiertenversammlung wird am 23. November 2010 stattfinden. Gewählt werden sollen unter anderem der BDN Hauptvorsitzende, sein Stellvertreter, der SP Vorsitzende und der Vorsitzende des Kulturausschusses.
Dem Hauptvorstand wurde der von einem Ausschuss erarbeitete Entwurf einer Sprachpolitischen Zielsetzung vorgelegt. Dieser wird in den kommenden Monaten in den Bezirken und Ortsvereinen erörtert werden und anschließend auf der Delegiertenversammlung am 4. Mai debattiert werden.
Ein weiteres Thema war die Neuauflage der Nordschleswigbroschüre. Die aktualisierte Fassung, in der unter anderem die Wahlergebnisse der SP vom November 2009 berücksichtigt werden, wird voraussichtlich im Mai erscheinen. Die jetzige Fassung stammt aus dem Jahr 2006 und ist nur noch in wenigen Exemplaren vorrätig.
|
|  | |
 Immo Doege wurde am 22. Dezember im Haus Nordschleswig das Bundesverdienstkreuz - insbesondere für seine Verdienste um die Geschichte der deutschen Volksgruppe - verliehen. |
|  | |
Die Verfasser Stefan Lipsky und Barbara Post überreichen dem BDN Hauptvorsitzenden den Reise- und Kulturführer Kurs Nordschleswig |
Neuer Reise- und Kulturführer: Kurs NordschleswigEs gibt zwar eine reichhaltige Literatur zum Thema Nordschleswig – auf Deutsch wie auf Dänisch - aber bisher keinen aktuellen, deutschsprachigen Reiseführer. Bisher, denn dank dem neuen Buch Kurs Nordschleswig konnte diese Lücke nun geschlossen werden. Hauptvorsitzender Hinrich Jürgensen drückte bei der Buchvorstellung am 9. Dezember als Herausgeber die Hoffnung aus, dass „bei Kurs Nordschleswig der Titel zum Programm wird, und noch mehr Gäste aus Deutschland unsere schöne Heimat besuchen werden.“
Er fügte hinzu, dass es bemerkenswert sei, dass es den beiden Hauptverfassern – Barbara Post und Stefan Lipsky (Foto mit Hinrich Jürgensen in der Mitte) gelungen ist in knapper Form die Reize Nordschleswigs vorzustellen: „Ich bin sicher, dass selbst die, die Nordschleswig sehr gut kennen, hier immer noch die eine oder andere Entdeckung machen können.“
Er freute sich, dass es Dank der Unterstützung der Sponsoren (Aabenraa Kommune, Rhederi M. Jebsen, Sparkassenstiftung Flensburg, Sydbank, Syd Energi und Tønder Kommune) gelungen ist, den Verkaufspreis mit 6,90 Euro beziehungsweise 59,- Kronen sehr niedrig zu halten und damit zur Verbreitung des Reise- und Kulturführers beizutragen.
Der Kultur- und Reiseführer enthält auf 83 Seiten in drei Kapiteln – Ostseeküste, Mitte und Westküste – alphabetisch geordnete Kurzinformationen zu Sehens- und Wissenswertem in Nordschleswig. Darüberhinaus enthält das Buch Beiträge unter anderem zu folgenden Themen: der Geschmack von Nordschleswig (Inge Adriansen), Nordschleswigs Kirchen, deutsch-dänische Architekturbeziehungen (Peter Dragsbo), Nordschleswig zwischen deutsch und dänisch (Frank Lubowitz) sowie „Kulturregion Sønderjylland“.
Kurs Nordschleswig kann in Nordschleswig ab dem 14. Dezember in den deutschen Büchereien und den Redaktionen des Nordschleswigers erworben werden. In Deutschland ist es mittels ISBN 3-937105-17-4 über den Buchhandel zu bestellen.
|
|
|  |
|
|