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Kindergarten


In einer kleinen Gruppe spielend Deutsch und Dänisch lernen und viel Freiraum für die persönliche Entwicklung des Kindes – dies sind einige Grundsätze der (zur Zeit) 21 deutschen Kindergärten Nordschleswigs.

Die ersten Kindergärten sind bereits vor mehr als 100 Jahren eingerichtet worden. Das war in den Städten und noch bevor es eine deutsche Volksgruppe gab. Nach 1920 war es in den Städten üblich, sowohl deutsche wie auch dänische Kindergärten zu betreiben.

Die mit Abstand älteste Einrichtung ist der Deutsche Kindergarten »Warteschule« in Hadersleben (gegründet 1865).
In den anderen nordschleswigschen Städten gab es jedoch auch deutsche Kindergärten. In Apenrade z.B. gab es das »Kommunale tyske Børneasyl« in der Petersilienstraße.

Die heutigen Kindergärten des DSSV sind allesamt in der Trägerschaft von Vereinen mit eigener Satzung, Vorstand und Generalversammlung. Die Institutionen werden gefördert und insbesondere in Personalangelegenheiten betreut.
Durch den DSSV werden die Kindergartenvereine und deren Einrichtungen gefördert und beraten.

Als körperschaftseigene Einrichtung (Stiftung) hat der überwiegende Teil der Kindergärten heute eine kommunale Übereinkunft und damit auch eine kommunale Anerkennung. Die Kosten werden zum größten Teil von der Kommune getragen - der Elternbeitrag entspricht maximal 25%.
Darüber hinaus bekommen Kindergärten Zuschüsse aus dem Volksgruppenhaushalt.

Die 21 Kindergärten des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig (DSSV) sind allesamt Teil des sozialpädagogischen Erziehungs- und Bildungsangebots der deutschen Volksgruppe in Nordschleswig.

Zur Zeit werden etwa 625 Kinder betreut, wobei sich die Betreuung dem Elternbedarf weitmöglichst dem Elternbedarf angepasst ist.
Sie sind deutsche Kindergärten im Grenzland Nordschleswig, und hierin liegt das besondere Profil dieser Einrichtungen: “In unseren Kindergärten entwickeln die Kinder von klein an ihre deutsche Sprache weiter oder erlernen sie spielend. Wir sprechen mit den Kindern aber nicht nur Deutsch, denn auch die dänische Sprache hat ihren erforderlichen Platz im Alltagsleben des Kindergartens. Unser Streben ist es, den Kindern Geborgenheit und Entfaltungsmöglichkeiten zu geben. Jedes Kind wird so gut es geht individuell gefördert“ informiert René Schneider, Leiter des deutschen Kindergartens in Hadersleben.

Als elterngetragene Kindergärten haben die Eltern gute Möglichkeiten, die Entwicklung ihres Kindergartens mitzugestalten. So gibt es z.B. regelmäßig den Elternarbeitstag im Kindergarten in Hadersleben. „Das ist meist ein Samstag an dem die Eltern herkommen und den Kindergarten verschönern – für ihre Kinder“ so Schneider weiter.

Nicht nur die Eltern werden beim Kindergarten Hadersleben gern gesehen. Auch die Großeltern sind gern gesehene Gäste. „Wir haben auch einen Großelterntag, meist im April/Mai. Die Kleinen sind dann richtig stolz, wenn sie der Oma und dem Opa IHREN Kindergarten zeigen können“.





Janette Sperling, August 2011


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