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vom Nordschleswiger - der deutschen Tageszeitung in Dänemark

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Sport und Freizeit



Nordschleswig wird durch zahlreiche, vor allem viele kleine Sportvereine geprägt. Dies ist die Folge aus der dezentralen Struktur der Region, die über viele kleine Orte und fünf etwas größere Städte verfügt. Diese charakteristische Verteilung der Bevölkerung hat dazu geführt, dass es im Durchschnitt eine größere Zahl von Sporteinrichtungen gibt als im übrigen Dänemark. Insbesondere in den kleineren Orten wurden die Einrichtungen durch engagierte Freiwillige aufgebaut.



Sportvereine der deutschen Minderheit

Der Deutsche Jugendverband für Nordschleswig ist der Dachverband der meisten deutschen Jugend- und Sportklubs in Nordschleswig.

Traditionell sind die Handballabteilungen am größten, aber es werden auch andere Sportarten, wie u.a. Volleyball, Tischtennis und Schwimmen betrieben.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Freizeit- und Jugendklubs, die in der Regel zur lokalen deutschen Schule gehören aber allen Jugendlichen offenstehen.

www.ts-sonderburg.dk


Der Nordschleswigsche Ruderverein

Die deutschen Ruderklubs sind in ihrem eigenen Verband organisiert, dem Nordschleswigschen Ruderverein (NRV ).

Der Nordschleswigsche Ruder Verband (NRV) ist ein Verband der Vereine und ein aktiver Teil der deutschen Minderheit in Nordschleswig. Er ist die Interessenvertretung des Deutschen Rudersports, seiner Vereine und Verbände, sowie deren Mitglieder und verfolgt langfristige sportliche und gesellschaftliche Ziele und definiert deshalb ein Leitbild mit verbindlichen Grundsätzen und entsprechenden Folgerungen für seine Arbeit.

Rudern ist eine der traditionsreichsten Sportarten und ein konstitutiver Teil der olympischen Bewegung.

Der Rudersport ist frei, unabhängig, gemeinnützig und ein typischer und fairer Mannschaftssport.

Dem Rudersport kommt der erzieherischen und bildenden Aufgabe des Sports hohe Bedeutung zu und er übernimmt gesellschafts- und sozialpolitische Verantwortung.

Rudern ist ein idealer Life time Sport in der freien Natur und befindet sich mit dieser im Einklang.






Ruder – neben Handball der wohl beliebteste Sport in Nordschleswig

Soldaten aus Berlin brachten den Rudersport einst nach Nordschleswig. Von dort ist dieser nun nicht mehr wegzudenken und erfreut sich immer mehr Beliebtheit. Warum aber ist das Rudern hier so beliebt?

„Weil es ein Sport ist, den man auch mit wenigen Leuten ausüben kann und der auch noch Spaß macht“,
so Peter Asmussen, Vorsitzender des Apenrader Rudervereins.
„Viele haben sich nach der Volksabstimmung 1920 für die dänische Mehrheit entschieden und nur wenige sind in der deutschen Minderheit geblieben.“

So kam es auch, dass 1926 schließlich ein deutscher Ruderverein gegründet wurde. Rudern verbindet man mit Natur, Spaß und Freiheit und man ist unter sich. Selber hat er das rudern bei jemand ganz besonderen gelernt. „1967 habe ich mit dem Rudern angefangen. Mein Trainer war Werner Gutt, einem Ruderer der aus Leipzig stammte und Träger des silbernen Ehrenabzeichens des Nordschleswigschen Ruderverbandes.“

Er war von 1962 bis 1985 der Ruderlehrer im Verein und lehrte den Kindern und Jugendlichen nicht nur das rudern, sondern auch noch den alten ‚DDR-Stil‘. „Ja, da kann man schon ganz schön aus dem Takt kommen, wenn der Ruderpartner einen anderen Stil rudert“ lacht Asmussen.



„Es wäre schön, wieder an die alten Erfolge von 2004/2005 anzuknüpfen“ so Asmussen weiter. „2 Jahre hintereinander haben zwei unserer talentierten Ruderer den ‚Baltic Cup‘ gewonnen und wurden dann auch in die U17-Nationalmannschaft gerufen“.
Wer eine Profisportler-Karriere im Auge hat, sollte so früh wie möglich damit anfangen. „Das optimale Alter liegt bei 10 bis 11 Jahren. Das ist aber auch abhängig von der Größe“ so der Vorsitzende.

Aber auch, wenn man nur so zum Spaß rudern möchte und gefallen an diesem Sport findet, der sollte gern mal beim Ruderverein vorbeischauen. „Jeder ist herzlich eingeladen! Wir freuen uns immer, wenn jemand Interesse am Sport hat“.






Janette Sperling, August 2011


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