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Kopenhagen - 16. Februar 2009 - von /ritzau/
Venstre dementiert Weggang von Anders Fogh Rasmussen
Früherer konservativer Spitzenpolitiker Hans Engell: Fogh wird Nato-Generalsekretär

Anders Fogh Rasmussen: Neuer Generalsekretär der Nato?
Archivfoto
Die Partei Venstre hat gestern energisch dementiert, dass Staatsminister Anders Fogh Rasmussen dabei ist, Dänemark zu verlassen, um neuer Generalsekretär der Nato zu werden. »Es gibt keinen Zweifel, dass es sowohl in der Opposition als auch unter den Kommentatoren heiße Träume gibt, Fogh ins Ausland zu schicken«, erklärte die politische Sprecherin der Venstre, Inger Støjberg. Es handele sich um Gerüchte, die nicht ernst zu nehmen seien. Fogh habe »selbst gesagt, dass er bleibt und zur nächsten wahl wieder kandidiert«, unterstrich Støjberg.
Das Dementi erfolgte, nachdem der politische Kommentator und frühere konservative Spitzenpolitiker Hans Engell in TV 2 erklärt hatte, es gebe keinen Zweifel, dass Fogh Rasmussen neuer Generalsekretär der Nato werden solle. Am Mittwoch beginnt eine ­Rund­reise Foghs, die ihn zu Gesprächen mit dem britischen Premierminister Gordon Brown und der deutschen Bundeskanzlerin An­gela Merkel führen wird. »Es passt wie die Faust aufs Auge, dass Fogh von den beiden eine Zustimmung haben will, die den allergrößten Einfluss darauf haben, wer der nächste Ge­neralsekretär der Nato wird«, sagte Engell. »Dänemark hat in einem Monat einen neuen Staatsminis­ter.«
Der Nato-Spitzenposten wird im August frei. Spätestens auf dem Nato-Gipfel im April wird laut Engell über den neuen Nato-Generalsekretär entschieden.
Auch der politisch-ökonomische Sprecher der Sozialdemokraten, René Skau Björnsson, zeigte sich der Ansicht, dass es schon sehr bald zu einem Wechsel kommen könnte. Darauf deute auch die Tatsache hin, dass der Staatsminister am Mittwoch an der Fragestunde des Folketings teilnehme. »Dieser Wunsch erging kurz vor dem Wochenende an die Folketingsverwaltung«, sagte Björnsson. »Nach meinen Informationen ist das ganz ungewöhnlich.« Der Staatsminister habe dieselbe Vorgangsweise wie 2007 gewählt, als er die Folketingswahl ausschrieb.
»Es gibt viele Gerüchte. Seit November erwarten wir hier eine Klärung«, sagte die Vorsitzende der Dansk Folkeparti (DF), Pia Kjærsgaard. »Es wäre schon, wenn sie bald käme.« Ob die DF zustimmen werde, dass Finanzminister Lars Løkke Rasmussen neuer Staatsminister werde, ließ sie offen.
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