Die Minderheit heute

 

Der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) ist die Dachorganisation der deutschen Volksgruppe und vertritt ihre Interessen in allen Grundsatzfragen. Wichtigste Aufgabe ist daneben die Sicherung der Finanzierung der Arbeit in Einrichtungen und Vereinen. Gefördert wird diese Arbeit durch Dänemark, die Bundesrepublik Deutschland und das Land Schleswig-Holstein. Insgesamt steht ein Haushalt von gut 350 Mio. DKK (46 Mio. €) zur Verfügung. Zentrale Geschäftsstelle ist das Deutsche Generalsekretariat in Apenrade. Ständige Vertretung bei Regierung und Parlament ist das Sekretariat der deutschen Minderheit in Kopenhagen.

 

Kindergärten und Schulen sind zentrale Einrichtungen der deutschen Volksgruppe. In den 19 Kindergärten werden 600 Kinder betreut. In den 13 allgemeinbildenden Schulen sowie dem Deutschen Gymnasium und der Nachschule in Tingleff werden 1.600 Schüler unterrichtet.

 

Über die Zielsetzung heißt es beim Deutschen Schul- und Sprachverein unter anderem: Wir wollen unsere Jugend auf ein Leben im dänischen Umfeld vorbereiten. Deshalb wird Dänisch auch auf Muttersprachenniveau unterrichtet. Dänische Geschichte und Kultur wird dabei ein natürlicher Bestandteil des Unterrichtsangebotes sein. Die Schulabschlüsse sind sowohl in Dänemark als auch in Deutschland anerkannt.

 

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Die Aktivitäten der deutschen Volksgruppe entfalten sich vielfältig in einer Reihe von Vereinen auf lokaler Ebene. Wichtige Elemente der Volksgruppe sind außerdem die Tageszeitung Der Nordschleswiger und die Büchereien. Dazu gehören auch die kirchliche und soziale Arbeit, der Landwirtschaftliche Hauptverein und das Deutsche Museum in Sonderburg.

 

Darüber hinaus setzt die Schleswigsche Partei sich für die Gleichberechtigung der deutschen Minderheit und ihrer Einrichtungen ein. Die Schleswigsche Partei ist – teils durch Sonderregelungen – im Stadtrat von allen vier Kommunen in Nordschleswig vertreten. Sie erreichte bei der letzten Kommunalwahl im November 2017 insgesamt 10 Mandate und 9.708 Stimmen (+ 1.088 im Vergleich zu 2013) in den vier Kommunen Nordschleswigs.

 

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